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DEFAULT : 11. November 1918
10.11.2018 19:31 ( 405 x gelesen )

Vor 100 Jahren: Ende des 1. Weltkrieges

Am 11. November 1918 wurde in einem Eisenbahn - Salonwagen im Wald bei Compiegne (Nordfrankreich)  der Waffenstillstandsvertrag  von Vertretern des deutschen Reiches sowie von Frankreich und Großbritannien unterzeichnet. Damit  endete der Erste Weltkrieg . Die furchtbare Bilanz : In den vier Kriegsjahren seit 1914 hatten mehr als neun Millionen Soldaten  der verschiedensten Nationen ihr Leben verloren.

Hinzu kamen Millionen Soldaten, die physisch und/oder psychisch versehrt waren. Allein für Deutschland wird ihre Zahl auf 2,7 Millionen Männer geschätzt.

Die Zahl der durch den Krieg ums Leben gekommenen Zivilisten ist unklar. In jedem Fall muss von mehreren Millionen ausgegangen werden. Allein für Deutschland wird geschätzt, dass 700.000 Menschen im Krieg verhungert sind.

In den Wochen und Monaten vor dem Ende des Krieges hatte sich immer mehr abgezeichnet, dass die Lage an den Fronten für das Deutsche Reich und seine Verbündeten aussichtslos war. Als die Marineleitung Ende Oktober nochmals mit den Kriegssschiffen  zu einem „ehrenvollen“ letzten Gefecht auslaufen wollte, verweigerten die Matrosen wegen der Sinnlosigkeit des Vorhabens den Gehorsam. Dieser Matrosenaufstand entwickelte sich letztlich zu einer Revolution, die ganz Deutschland erfasste. Überall bildeten sich „Soldatenräte“. Am 9. November rief Philipp Scheidemann die Republik aus und am 10. November floh Kaiser Wilhelm ins Exil in die Niederlande. Am 11. November wurde der Waffenstillstand unterzeichnet.

Ende des Krieges in unserer Heimat

Wie ein Chronist aus Prüm (Scharbach) berichtet, hatten sich auch im Prümer Land Soldatenräte gebildet, vor allem in den Orten entlang der Bahnstrecken. „Einen recht aktiven Soldatenrat hatte Pronsfeld, er bestand aus Soldaten, die in Pronsfeld zu Hause waren. Sie waren sogar beim Kieler Aufstand mit dabei gewesen. Dieser Rat hatte den Gemeinderat abgesetzt. Er sorgte für die durchziehenden Truppen, aber auch für die ärmeren Einwohner, er hatte eine Feldküche eingerichtet“.

Unmittelbar nach dem Waffenstillstand vom 11.November begann der Rückzug.

Denn eine der Bedingungen des Waffenstillstandes bestand darin, dass die deutschen Truppen innerhalb von 15 Tagen bis zum 26.11. 1918 alle besetzten Gebiete Frankreichs und Belgiens sowie Luxemburg und Elsaß- Lothringen zu räumen hatten. Bis zum 13. 12. 1918 sollte das linksrheinische Gebiet des Reiches sowie rechtsrheinisch gelegene Brückenköpfe bei Mainz , Koblenz und Köln ebenfalls geräumt sein. Diese Gebiete sollten durch französische Truppen besetzt werden.

Wie bei Kriegsbeginn wurden nun bei Kriegsende vor allem auch die Eisenbahn als Transportmittel benutzt – so war natürlich auch die Strecke St. Vith – Bleialf – Pronsfeld- Gerolstein voll belegt. Hinzu kamen regelrechte „Heerzüge“, die mit allen möglichen Fahrzeugen únd Fuhrwerken durch die Orte des Prümer Landes Richtung Osten zum Rhein zogen. Der Chronist beschreibt anschaulich das teils herrschende Chaos. Während die  „Fronttruppen“ geordnet in ganzen Uniformen z.T. mit Musik  durch die Orte gezogen seien (er erwähnt z.B. Prüm und Heckhuscheid),seien  die Truppen der „Etappe“ undiszipliniert gewesen und durch große Unordnung und Unfreundlichkeit aufgefallen. Überall blieben in den Ortschaften auch Waffen, Ausrüstungsgegenstände, ja sogar Munition zurück, die von den Soldaten einfach stehen gelassen wurden. Bereits Ende November ( 28.November) hatten die letzten deutschen Soldaten das Prümer Land verlassen und sofort rückten französische Besatzungssoldaten nach, um dann bereits am 4. Dezember von amerikanischen Truppen abgelöst zu werden. Im Juni 1919 wechselten diese wiederum mit den Franzosen.

Die heimkehrenden Soldaten wurden überall in ihren Heimatorten als Helden gefeiert, und auch in Pronsfeld wurden die Heimkehrer 1919 mit einem besonderen Empfang und einer Feier begrüßt. 2 Fotografien  „berichten“ von diesem Ereignis, das im Haus  Georg Heinz (heute Haus Simon ,St. Remigiusstraße 8)  stattfand. Auf dem Schild über der Eingangstür ist zu lesen: „Seid herzlich uns Willkommen, heimkehrende Krieger“.   (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

Vor dem Haus der Eheleute Georg und Anna Heinz geb. Gilles ( rechts mit weißer Schürze) stellen sich die heimgekehrten Soldaten aus Pronsfeld und ihre Angehörigen und Freunde dem Fotografen Johann Krämer. Zu erkennen sind u.a. Angehörige der Familien Waxweiler, Keils, Bischof.
Die Heimkehrer stehen bei dieser Aufnahme im Hintergrund. Der Fotograf  widmet das Bild den Frauen, die an der "Heimatfront" während des Krieges für das Wohl ihrer Familien sorgten und ebenfalls schwer unter den Kriegslasten zu leiden hatten. Der Mann rechts im Bild ist der damalige Pronsfelder Tierarzt Dr. Coumont, der das Nachbarhaus erbaut hatte und auch dort wohnte.(heute St. Remigiusstraße 6)

In der Pfarrgemeinde Pronsfeld waren am Ende des Krieges insgesamt 45 Gefallene zu beklagen . (Pronsfeld 14, Pittenbach 10, Watzerath 13, Orlenbach 1, Schloßheck 3, Matzerath 4) 

Totenzettel des jungen Soldaten Nikolaus Stitz.

LIste mit den Namen der im 1. Weltkrieg Gefallenen : Hier klicken 

Hinweis: Weitere Bildberichte zum Ersten Weltkrieg in Pronsfeld : Hier klicken


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