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Wegekreuz restauriert
07.06.2020 22:30 ( 3692 x gelesen )

Förderverein "Alte Kirche"  widmet sich der Erhaltung alter Kulturgüter

Das aus dem Jahr 1763 stammende Wegekreuz an der Ecke Pfarrgasse/St.Remigiusstraße wurde nach einer aufwändigen Restaurierung durch den Steinmetzbetrieb Bielan aus Neidenbach wieder am bisherigen Platz aufgestellt. Der Förderverein „Alte Kirche“, der in seiner Satzung auch die Pflege und Unterhaltung der Pronsfelder Wegekreuze verankert hat, hatte die Arbeit in Auftrag gegeben und die Finanzierung der Kosten in Höhe von ca. 2000 Euro übernommen. Es ist nach dem „Matzerather Kreuz“, dem „Laurentius-Kreuz“ an der Straßenkreuzung der K119 und der K 120 sowie dem „Kleis-Kreuz“ an der Habscheiderstraße das vierte Kreuz, das vom Verein restauriert wurde. Dass diese Kulturgüter erhalten wurden, ist den Mitgliedern des Vereins sowie zahlreichen Spendern, die die Arbeit des Vereins unterstützen, zu verdanken. Bei diesem Kreuz ist auch die tatkräftige Unterstützung durch die Eigentümerfamilie des ehemaligen Pfarrhauses hervorzuheben, die bei der Gestaltung  des Aufstellungsortes tatkräftig mithalf. Auch der Vorsitzende des Vereins Winfried Krämer packte bei den Ab- und Aufbauarbeiten sowie bei der Fundamentherstellung selbst mit an.   (Zum Vergrößern bitte auf die Fotos klicken.Fotos:W.R.)

Das Kreuz bietet  jetzt zusammen mit der Pfarrkirche St. Remigius , deren Glockenturm und dem vorbildlich restaurierten ehemaligen Pfarrhaus einen besonderen Anblick.   

Falls der Bericht hier endet, bitte auf " Mehr Infos" klicken !


„Das Glockenblumenkreuz beim Pfarrhaus“

„An der Außenseite des Pfarrgartens ist zur Straße hin ein fast 3 Meter hohes Steinkreuz errichtet, das in sehr bedauernswerten Zustand sich befindet. Aus rotem Sandstein gehauen stellt es ein Stück Sefferner Werkarbeit dar. Auf dem Vorderteil des Schafts sowie auf den beiden Seitenteilen ist jedesmal eine Serie von 3 untereinander hängenden Glockenblumen ausgehauen. Der Sockelstein weist besondere Bearbeitung auf und auf dem Schaftfuß ist ein Engelkopf ausgehauen und darunter Linienzierwerk. Auf den Seitenflächen des Schaftfußes lange dachförmige Zierstücke. Auf dem Kapitell ist die Jahreszahl 1763 eingemeißelt. Das Abschlußkreuz ist nur lose aufgesetzt. Kreuz mit Korpus und Schild. Zu den Füßen des Heilandes ein Totenkopf mit gekreuzten Knochen. Abschlußkreuz verhältnismäßig sehr dick. Wohl ein Totengedächtniskreuz. Sehr renovierungsbedürftig.“

So beschrieb der Lehrer und Heimatkundler Georg Jakob Meyer, der in den 1950er Jahren die Wegekreuze in der Eifel und an der Mosel registrierte und skizzierte, das Barockkreuz, das damals noch an der Pfarrhausmauer stand und mit der Vorderseite zur Remigiusstraße zeigte. (Bild mit dieser Ansicht: hier)

Sogenannte „Glockenblumenkreuze“ aus Seffern  gibt es auch in anderen Ortschaften der Eifel . Auch das 2019 restaurierte "Kleis-Kreuz" in der Habscheider Straße gehört zu diesem Kreuztypus. Der Heimatforscher Pfarrer Kyll (von 1949 -1957 Pastor in Pronsfeld) sprach von einem „Glockenblumenmeister“, der diese Kreuze geschaffen hat.

Im Rahmen eines Ausbaues der Pfarrgasse Anfang der 1960er Jahre wurde auch die brüchige Mauer des Pfarrgartens in diesem Bereich neu errichtet und das Kreuz erhielt in einer neu angelegten Rundung einen anderen Platz. Damals wurde offensichtlich auch das Abschlusskreuz mit dem Korpus überarbeitet. Allerdings fehlte seit dieser Zeit der Sockel sowie ein Stück des unteren Schaftes, so dass das Kreuz rund 60cm kürzer wurde. Die Ansichtskarte aus den 1960er Jahren zeigt  das Kreuz am neuen Standort. Im Hintergrund die Pfarrkirche mit dem im Jahr 1962 erbauten Glockenturm, rechts das Pfarrhaus.

1976 (Bild links) wurde den Wegekreuzen beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ -bei dem die Gemeinde übrigens Kreissieger in der Hauptklasse wurde - wieder besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Sie wurden alle gereinigt, erhielten Blumenschmuck und um die Kreuze wurden Hecken gepflanzt. Letztere Maßnahme war jedoch nicht unbedingt von Vorteil, denn die Hecken wucherten in den Folgejahren teilweise so stark, dass sie die Kreuze oft verdeckten, so auch das Kreuz an der Pfarrmauer, wie das Bild aus dem Jahr 2016 (Bild rechts) zeigt. (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

Bei der jetzt erfolgten Restaurierung wurde der Sockel neu angefertigt und der Schaft um das fehlende Stück ergänzt. Die Glockenblumen sowie die eingehauenen Verzierungen wurden ausgebessert und alle Kreuzteile wurden sicher miteinander verbunden.

 

Auch der Engel erhielt eine neue Nase, über die er sich -dem Gesichtsausdruck nach zu urteilen - offensichtlich freut.

   

Bericht und Fotos: W.R.


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