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15.02.2020 17:58 ( 367 x gelesen )

Aus der Geschichte unserer Pfarrkirche 1945 bis 1957

Im 2.Weltkrieg wurde unser Dorf - vor allem in der Zeit von September 1944 bis Ende Februar 1945 - durch Kriegseinwirkungen stark in Mitleidenschaft gezogen. Fast alle  Bewohner hatten beim Heranrücken der alliierten Truppen Mitte September 1944 das Dorf verlassen müssen und konnten erst rund ein halbes Jahr später heimkehren. (Pronsfeld wurde am 28.Febr.1945 von amerikanischen Truppen eingenommen.)   Rund 75% der Häuser wiesen nach Ende der Kampfhandlungen starke Schäden auf bzw. waren völlig zerstört. Auch die Pfarrkirche war in einem desolaten Zustand. Das Dach war durch Geschosse durchlöchert und der Regen drang in das Innere, die Verglasung der Fenster war teilweise zerbrochen. Der Hauptaltar mit seinen Gemälden war durch Feuer stark beschädigt, und die Einrichtungsgegenstände wie Bänke, Altäre und Kanzel wiesen Splitterschäden auf, ebenso die Holzkonstruktion der Überdachung des Kircheneinganges. Die Außenmauern waren übersät mit Einschusslöchern von Infanterie- und Artilleriegeschossen. Weil die Kirche nicht mehr zum Gottesdienst genutzt werden konnte, feierte Pastor Loris (von 1941 -1949 Pfarrer in Pronsfeld)  die Ostermesse am 1. April 1945 in der alten Kirche. Auch die Erstkommunion 1946 musste lt. Aussage von damaligen Kommunionkindern noch in der alten Kirche gefeiert werden.

Nur durch den selbstlosen Einsatz von freiwilligen Helfern konnten in der Notzeit nach dem Krieg die  notwendigsten Arbeiten an der Pfarrkirche durchgeführt werden, die in erster Linie zunächst dem Schutz vor Witterungseinflüssen dienten .Es musste verhindert werden, dass  Regen und Schnee weiterhin in das Mauerwerk und das Innere gelangen konnten. Die Gemeinschaftsleistung der Pfarrangehörigen verdient auch deshalb besondere Anerkennung, weil sich damals  alle selbst  in einer großen Notlage befanden: in den meisten Familien gab es Gefallene und Vermisste zu beklagen, viele Männer befanden sich noch in Kriegsgefangenschaft. Auch die eigenen Häuser und Wohnungen mussten wieder aufgebaut bzw. bewohnbar gemacht werden, Felder und Gärten mussten bestellt werden, das Vieh versorgt werden usw. Hinzu kam die Tatsache, dass es überall an Bau- und Reparaturmaterial mangelte. Dieses wurde zunächst notgedrungen aus Trümmern und auch den Hinterlassenschaften des Krieges (Baracken, Bunker, ehemalige Lagerstätten für Pioniermaterial und Stellungsbau usw.) „gewonnen“. So diente auch der sogenannte „Pi -Park“ (Pionierpark) am Bahnhof den Pronsfeldern als Quelle für Baumaterialien, wie Toni Redagne (ehemals Lehrer in Pronsfeld) berichtet.

Schließlich war die Kirche Mitte 1946 so weit hergerichtet, dass wieder Gottesdienste gefeiert werden konnten. Der Holzaufbau des alten Hochaltars mit den Gemälden wurde wegen der starken Beschädigungen durch den bisherigen linken Seitenaltar ersetzt. Sogar die Orgel ertönte wieder.

Wie Dechant Bender in seiner Broschüre über die Pronsfelder Orgel berichtet, erklang die 1936 angeschaffte und durch Kriegseinwirkungen beschädigte und unbespielbar gewordenen Orgel erstmals wieder am 17.Juli 1946 beim Brautamt der Eheleute Grete und Adolf vom Steeg. Der aus Pronsfeld stammende Pastor Adam Faber – ein Onkel der Braut - hatte diese Orgel, die er 1936 seiner Heimatpfarrei gestiftet hatte, als Überraschungsgeschenk für die Brautleute instand setzen lassen.

Anfang der 1950er Jahre wurde unter Pfarrer Dr. Nikolaus Kyll (Pfarrer in Pronsfeld von 1949 -1957) eine umfassende Renovierung des Innenraumes der Pfarrkirche durchgeführt. Die Neugestaltung wird durch einen Vergleich eines Bildes aus den 1930er Jahren und einer Ansichtskarte aus dem Jahr 1954 deutlich.

Das Innere der Kirche in den 1930er Jahren.
Der Kirchenraum nach der Renovierung 1954

Der neue Anstrich in Weiß und zarten  terrakottafarbenen  Pastelltönen betonte die Kuppel sowie die Bögen, die die einzelnen Kirchenschiffe und den Chorraum begrenzen.

Wie erläutert war der ehemalige Hochaltar bereits vor der Generalsanierung abgebaut und durch den linken Seitenaltar ersetzt worden. Der rechte Seitenaltar (Josefsaltar) wurde an die Stirnseite des rechten Seitenschiffes platziert, im linken Seitenschiff befand sich der Marienaltar. Die Kanzel wurde in der rechten chorseitig gelegenen Rundung aufgebaut. Auch einige Heiligenfiguren mussten „umziehen“ und erhielten neue Plätze.

Die Anordnung der Bänke, die auf einem niedrigen Holzpodest standen, entsprach der damals üblichen Sitzordnung: rechts vom Gang  saßen die Männer („Männerseite“) , links die Frauen („Frauenseite“). Vor den Bänken für die Erwachsenen standen Bänke in aufsteigender Größe für die Kinder. Natürlich galt auch hier: links die Mädchenseite, rechts die Jungenseite. Ganz vorne saßen die „Kleinen“, die „Größeren“ besetzten je nach Alter bzw. Schuljahr die folgenden Reihen.  

Beim Betreten der Kirche fiel der Blick vor allem auf das Fresco an der linken chorseitig gelegenen Rundung, das die Gesetzgebung am Berg Sinai darstellte. Der Künstler Paul Magar  (1909 – 2000) aus Godesberg hatte dieses Gemälde 1954 als Referenzwerk geschaffen, das dann auch weitere Aufträge für großflächige Kirchenausmalungen anderenorts nach sich zog.

Dieses farbenprächtige moderne Bild war jedoch Anlass für stark emotional geführte Diskussionen unter den Pfarrangehörigen. Von strikter Ablehnung bis zur begeisterten Zustimmung reichte die Bandbreite. Der Verfasser dieser Zeilen kann sich (Alter damals 10 Jahre) noch gut daran erinnern. Heute ist das Bild zwar noch vorhanden, aber leider überlagert von mehreren Anstrichschichten. (Ob es jemals nochmals freigelegt wird?).

Auch 1954 sind noch Kriegsschäden an der Kirche zu erkennen.
Dieses Foto entstand Anfang der 1950er Jahre. Noch vom Krieg stammende Schäden  sind am Putz und an der Dachbedeckung  deutlich zu erkennen.



17.01.2020 19:03 ( 1353 x gelesen )

Innenrenovierung Pfarrkirche

Die Renovierungsarbeiten machen Fortschritte. In der zweiten Woche wurden der schadhafte Putz an verschiedenen Stellen im Innenraum abgeschlagen, wobei im älteren Teil der Kirche, dem im Jahr 1889 errichteten Langschiff (ehemalige Antoniuskapelle), die Putzschäden am stärksten sind. Aber auch im Mauerwerk des Altar- und des Chorraumes (erbaut 1920/21) wurden Schäden festgestellt, die in diesen Tagen durch Auftragen von einer neuen Putzschicht beseitigt werden.

Auch die zukünftige Farbgestaltung  nimmt Formen an. Die Kirchenrestauratorin Frau M. Mrziglod-Leiss hat einen Gestaltungsentwurf erarbeitet, wobei vor allem warme Farbtöne und Mäander-Ornamente an den Rundbogen ein harmonisches Bild ergeben werden. Frau Mrziglod – Leiss hat  im Übrigen bei der letzten Innengestaltung der Kirche 1992 an der Ausmalung  mitgewirkt. Auch Altäre, Kanzel und Kommunionbank wurden seinerzeit von dieser Firma restauriert. (Fotos:W.R.)

So sah unsere Pfarrkirche am Sonntag, dem 5.Januar, noch aus, und die Hl. Dreikönige hatten nur wenige Stunden für einen kurzen Besuch. Denn noch am gleichen Tag wurden bereits die Krippe abgebaut und der Weihnachtsschmuck entfernt. Einen Tag später, am Montag, dem 6.Februar, bereiteten ehrenamtliche Helfer den Kirchenraum für die Innenrenovierungsarbeiten vor. Bänke wurden teilweise in ein Lager abtransportiert, teilweise im Altarraum gestapelt. Die Kreuzwegstationen und weiteres Inventar mussten abgehängt , Altäre und Orgel mit Kunststofffolien abgedeckt werden. Die mit den Arbeiten beauftragte Firma Peters aus Pronsfeld, deckte den Boden ab und begann mit den Aufbauarbeiten für das Gerüst, das nach wenigen Tagen stand. Die Innenrenovierung umfasst Reparaturarbeiten am Verputz und  einen vollständigen Neuanstrich, wobei die Farbgestaltung noch nicht feststeht. Einen Farbgestaltungsvorschlag führt die Firma Mrziglod im Auftrag des Bistums durch.Diese Firma hat in unserer Pfarrkirche die Altäre und die Kommunionbank restauriert und auch die farbliche Ausmalung des bisherigen aus dem Jahr 1992 stammenden Anstriches durchgeführt.Die Kosten für die jetzige Renovierung sollen ca. 62 000 Euro betragen.

Impressionen der Kirchenrenovierung 1. Woche (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken!)



14.01.2020 12:22 ( 1340 x gelesen )

"Tratsch im Treppenhaus"

Die Aufführung des Schwankes „Tratsch im Treppenhaus“ durch die Theatergruppe des Sportvereins am 4. und 11. Januar in der Turnhalle Pronsfeld war ein riesiger Erfolg. Die vielen Zuschauer – die Halle war an beiden Abenden bis auf den letzten Platz besetzt – waren begeistert von den schauspielerischen Leistungen der Akteure und spendeten reichlich Szenenapplaus und einen lang anhaltenden fulminanten Schlussapplaus. Die  glänzend aufgelegten Darstellerinnen und Darsteller verkörperten ihre Rollen mit Bravour und bescherten allen Besuchern vergnügliche Theaterstunden. In der Komödie von Jens Exler („Tratsch im Treppenhaus“ war ein Paradestück des Ohnsorg-Theaters Hamburg) wird nach allerhand Intrigen und Getratsche zwischen den einzelnen Mietsparteien und dem Hausbesitzer letzlich nach turbulenten Szenen der Hausfrieden wieder hergestellt.  (Zur Vergrößerung auf das Bild klicken)

Sollten keine Fotos über die Akteure und die Aufführung zu sehen sein, bitte auf "Mehr Infos" klicken!



06.01.2020 18:58 ( 1132 x gelesen )

Kinder helfen Kindern

Den Besuchern der  Hl. Messe am Sonntag, dem 5. Januar, bot sich durch die vielen teilnehmenden Sternsinger in ihren bunten Gewändern ein besonderes Bild. Pfarrer Jochen Kohr hob die Bedeutung der Sternsingeraktion hervor, bei der Kinder Kindern helfen und  dankte den zahlreichen Mädchen und Jungen für ihre Bereitschaft, bei der diesjährigen Aktion mitzumachen.Nach der Spendung des Segens machten sich die Kinder in mehreren Gruppen mit ihren Begleitern auf den Weg durch die Dörfer der Pfarrei, um ihren Segensgruß zu den Menschen zu bringen und die Segensformel  20*C+M+B+20  (Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus) an die Häuser zu schreiben. Gleichzeitig baten sie um eine Spende für Kinder in Not. In diesem Jahr lautete das Motto der Aktion : “Segen bringen, Segen sein .Frieden!  Im Libanon und weltweit“. (Im Bild: Sternsingergruppe, die u.a. im Lehweg unterwegs war.)

Die Sternsingeraktion hat in Pronsfeld schon eine längere  Tradition. Sie wurde in der Pfarrei Pronsfeld 1963 vom damaligen  Pfarrer Alexander Schlich (Pastor in Pronsfeld von 1957 bis 1975) begründet und seither jedes Jahr durchgeführt. Im letzten Jahr betrug das stolze Sammelergebnis in der Pfarrgemeinde Pronsfeld  5789 €, deutschlandweit sammelten die Sternsinger  50,2 Millionen Euro.



02.01.2020 13:47 ( 1167 x gelesen )

Musikalische Gestaltung durch den Musikverein

Auch 2019 fand in der Pfarrkirche St. Remigius traditionsgemäß an Silvester ein festlicher Gottesdienst zum Jahresabschluss unter Mitwirkung des Musikvereins Pronsfeld statt. Wie auch in den Vorjahren wurde die feierliche Hl. Messe, die in diesem Jahr von Pater Backes zelebriert wurde, wieder von vielen Gläubigen besucht. Diese brachten nach dem Schlusslied durch herzlichen Beifall ihren Dank für diesen besonderen Gottesdienst zum Ausdruck.(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken!)

Schon seit etwa 50 Jahren übernimmt der Musikverein Pronsfeld die musikalische Gestaltung des Silvestergottesdienstes in der Pfarrkirche St. Remigius. Begonnen wurde diese inzwischen zur Tradition gewordene Mitwirkung des Musikvereins unter Pfarrer Alexander Schlich, der von 1957 bis zu seinem Tod 1975 Pfarrer in Pronsfeld war. Neben Liedern aus dem Gotteslob, die von der Gemeinde mitgesungen werden, bieten die Musiker auch reine Instrumentalmusik mit festlichem und feierlichem Charakter dar. In diesem Jahr wurden die Lieder und Stücke eingeübt und dirigiert von der jungen Pronsfelder Musikerin Jana Christen, die nach dem Weggang des bisherigen Dirigenten dankenswerterweise zusätzlich zu ihrem Dirigentenamt beim MV Densborn auch die musikalische Leitung ihres Heimatvereins übernahm. Zusammen mit dem inzwischen neu verpflichteten Dirigenten bereitet sie zur Zeit auch das Jahreskonzert des Vereins vor.(28.März 2020)



23.12.2019 19:26 ( 1502 x gelesen )

Pronsfelder Krippenbauer wieder aktiv

Der „Chef“ des Krippenbauteams Michael Kreutz (rechts im Bild) und seine Helfer Sabine Kreutz und Matthias Riemann haben es wieder einmal mit Bravour geschafft. Ihre eindrucksvolle mit viel Engagement gestaltete Landschaftskrippe „erzählt“ anschaulich vom Geschehen der Hl. Nacht: Maria und Josef im Stall zu Bethlehem ; das Kind in der Krippe inmitten der Tiere; der Engel, der den Hirten auf dem Feld die frohe Botschaft von der Geburt des Erlösers verkündet. Viele Einzelheiten der Krippendarstellung wie z.B. ein Schäferwagen, ein sprudelnder Brunnen oder ein Hirte am flackernden Feuer ergeben ein lebendiges Bild. Die Pronsfelder „Krippenbauer“ können stolz auf ihr Werk sein.

Die Pronsfelder Krippe 2019 (Fotos 23.12.2019 W.R.) (Zur Vergrößerung auf die Bilder klicken)

  



21.12.2019 12:04 ( 1394 x gelesen )

Kirchenchor St. Cäcilia ehrte langjährige Mitglieder

Während der Feier seines Cäcilienfestes ehrte der Kirchenchor St. Cäcilia Pronsfeld mehrere Sängerinnen und Sänger für ihre langjährige aktive Mitgliedschaft im Chor. Für zehn Jahre erhielten Katharina Diederich, Hildegard Heidrich, Hans-Josef Schenk, Elvira Ott (nicht im Foto) und Dorothee Richards (nicht im Foto), für 30 Jahre Uwe Heinz, für 35 Jahre Petra Urbanus und Birgit Christen sowie für 40 Jahre Else Hartlieb und Hedwig und Hermann Thommes die Urkunde des Diözesan-Cäcilienverbandes Trier mit den entsprechenden Ehren-Nadeln. Mit den Urkunden des Diözesan-Cäcilienverbandes ist der Dank an die Geehrten für ihr langjähriges Mitwirken an der Verkündigung des Evangeliums und des Gotteslobs verbunden.

V.l.n.r. : Uwe Heinz , Hedwig Thommes, Hans-Josef Schenk, Hermann Thommes, Birgit Christen, Else Hartlieb, Hildegard Heidrich, Katharina Diederich, Petra Urbanus (Zur Vergrößerung auf das Bild klicken)  (Text u.Bild:Kirchenchor Pronsfeld)



06.12.2019 20:58 ( 1598 x gelesen )

10 Jahre Jugendchor Pronsfeld

Am 1. Adventssonntag sang der Jugendchor Pronsfeld um 18.00 Uhr in der Pronsfelder Pfarrkirche ihr schon traditionelles „musikalisches An:Denken“ unter dem Motto „Hand in Hand“. So gingen sie – auch mit einigen ehemaligen Sänger/innen, die eigens zum 10jährigen Jubiläum eingeladen wurden -   gemeinsam auf eine musikalische Reise, die sowohl tiefgreifend, kritisch wie auch nachdenklich gestimmt hat: handgemachte Life-Musik und selber kreierte Texte, dazu Multimediales aus Funk und Fernsehen. Die  22 Jugendlichen widmeten sich mit ihrem Thema „Hand in Hand“ zum Beginn der Adventszeit ganz der Liebe, der Vielfältigkeit der Menschen, sogar dem Abschiednehmen, dem Menschsein an sich in seinen Nuancen auch im Hinblick auf seine göttliche Bestimmung.

Bevor sich dann alle aufmachten, sich bei einem Glühwein oder Apfelpunsch auszutauschen, überraschte der Jugendchor seine Chorleiterin mit einem Lied als Dankeschön für die vergangenen 10 Jahre.

Text und Bilder : Jugendchor Pronsfeld (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken!)



28.11.2019 20:53 ( 1924 x gelesen )

Ehemaliger Pronsfelder Pfarrer verstorben

Im Alter von 80 Jahren verstarb in seiner Heimatgemeinde Urweiler (Saarland) unser ehemaliger Pfarrer Aloys Schneider, der von 1986 bis 1994 die Pfarreien St. Remigius Pronsfeld und St. Lucia Habscheid leitete und für die Gläubigen unserer Pfarreien als Seelsorger wirkte. Ein gutes Miteinander im Zusammenleben war ein wichtiges Ziel seiner Arbeit. Dies kam in den Dankesworten bei seiner Verabschiedung  deutlich zum Ausdruck: Die Vertreter der Schule, des Kindergartens, der Vereine, die Ortsbürgermeister der Zivilgemeinden und auch die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter in der Pfarrgemeinde und deren Gremien lobten das gute Einvernehmen während dieser 8 Jahre. Die in den Vorjahren begonnene Sanierung und Restaurierung der Pfarrkirche und des Glockenturmes wurden zielstrebig weitergeführt und der Kindergarten wurde in Zusammenarbeit mit der Zivilgemeinde erweitert. Auch am Dorfleben nahm Pfarrer Schneider regen Anteil und war bei Festen und Veranstaltungen stets ein gern gesehener Gast, der sich oft auch aktiv am Geschehen beteiligte. Nach Pfarrstellen in Deudesfeld und Moselkern zog er nach seiner Pensionierung in seine Heimatgemeinde Urweiler, wo er als Ruhestandsgeistlicher noch in der Seelsorge aushalf.

Die Pfarrgemeinde Pronsfeld gedenkt ihres ehemaligen Pfarrers Aloys Schneider in tiefer Dankbarkeit.  

Anzeigen in der Saarbrücker Zeitung : (Zum Vergrößern auf die Anzeigen klicken!)



23.11.2019 11:30 ( 1815 x gelesen )

Ärgerliches und enttäuschendes Fehlverhalten  

In den vergangenen Tagen wurde leider die Lok im Eisenbahnmuseum von Unbekannten beschädigt. Mit einem scharfkantigen Gegenstand (Stein? Metall?) wurde der rote Lackanstrich des Führerhauses auf der dem Radweg zugewandten Seite stark zerkratzt (siehe Bild). Dies ist auch deshalb besonders ärgerlich, weil die Lok erst im letzten Jahr von den ehrenamtlich tätigen Pronsfelder Eisenbahnfreunden nochmals mit großem Aufwand aufgearbeitet und neu lackiert wurde. Auch die jetzt notwendige Reparatur wird wiederum einen hohen Arbeitsaufwand erfordern.

Ob es sich bei dem Geschehen um eine Tat handelt, die mutwilligem und bösartigem Vandalismus zuzuordnen ist, ober ob es sich um unüberlegtes Tun von Kindern handelt, ist nicht bekannt und bedarf noch der Klärung.

Personen, die evtl. durch Beobachtungen zur Aufklärung des Geschehens beitragen können, mögen sich vertraulich an Ortsbürgermeister Harald Urfels wenden (Tel.:06556-900236 Email: ob@pronsfeld-eifel.de)

Das Eisenbahnmuseum mit der Lok, den Waggons und den anderen Ausstellungsstücken ist –das darf ohne Übertreibung gesagt werden – eine Sehenswürdigkeit in unserem Dorf und eine der Hauptattraktionen am Radweg, die  von zahllosen Radlern und Wanderern besichtigt wird und großen Anklang findet. Vor allem die Lok ist wohl auch das beliebteste Fotoobjekt in unserem Dorf. Daher sollten alle Pronsfelder  – ob jung oder alt – mit darauf achten, dass die  Gegenstände im Museum pfleglich behandelt werden, damit noch viele Menschen Freude an dieser Einrichtung haben.

An die Kinder, die gerne als Lokomotivführer in der Lok spielen dürfen, ergeht die eindringliche Bitte, darauf zu achten, dass beim Spiel nichts beschädigt oder verschmutzt wird, auch nicht durch Kies und Steine im Führerhaus.  Eltern und Erziehungsberechtigte werden herzlich gebeten, dieses Anliegen durch erzieherisches Einwirken zu unterstützen.



12.11.2019 19:42 ( 2294 x gelesen )

Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt duch Schnee und Wind .....

Während im letzten Jahr wegen des Wetters der St. Marinszug im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiel und nur ein kleiner Umzug in der Kirche stattfand, zogen  am vergangenen Sonntagabend bei kühlem, leicht nebligem und trockenem Wetter sehr viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ihren bunten Laternen beim traditionsreichen  St.Martinszug fröhlich durch das Dorf. An der Spitze der Menge marschierten die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Pronsfeld, gefolgt von St. Martin hoch zu Ross in der Uniform eines römischen Reitersoldaten. Die Gestalt des Hl. Martin  wurde wie bereits seit vielen Jahren von Frau Anja Lenzen-Munkler dargestellt. Ziel des in diesem Jahr besonders großen Zuges war der Bereich um das Bürgerhaus.e. Der neue Parkplatz  hinter der Turnhalle bot genug Platz, sich am hell lodernden Martinsfeuer zu versammeln und noch einige Martinslieder zu den Klängen des Musikvereins zu singen. (Für das zünftige Martinsfeuer hatten die Gemeindearbeiter Arthur Leick und Bernd Kiedels gesorgt) Sich den Hl. Martin aus der Nähe anzuschauen und vor allem sein geduldiges Pferd zu streicheln, war für die Kinder eine besondere Freude. Während die Martins-Verlosung  von der Grundschule Pronsfeld durchgeführt wurde, war für die Verteilung der Wecken die Freiwillige Feuerwehr zuständig, die auch beim Zug die Verkehrssicherung übernommen hatte. Die große Zahl der Teilnehmer zeigte, dass dieser uralte Brauch, durch den  der gute, mildtätige Heilige Martin verehrt wird ,  einen festen Platz im Festkreis des Dorfes hat. (Fotos: W.R.)



03.11.2019 08:49 ( 2444 x gelesen )

Erschließungsarbeiten "Zeimetzpaisch" abgeschlossen

Mitte Oktober erfolgte für das Baugebiet "Zeimetzpaisch" der letzte Schliff: auf der Straße und dem Wendehammer wurde die Deckschicht aufgetragen und die beiden Fußwege mit Verbindungen zum Nachbargebiet "Auf dem Paisch" und zur Remigiustraße wurden mit Pflastersteinen befestigt. Damit ist nach dem ersten Baggereinsatz 2012 und einer regen Bautätigkeit in den Folgejahren  die Erschließung nunmehr abgeschlossen. Nur noch zwei Baustellen stehen nach Aussage von Ortsbürgermeister Urfels zur Verfügung. Eine Hauptaufgabe der Gemeinde wird es sein, weiteres Bauland zur Verfügung zu stellen. Die folgenden Bilder geben einen Eindruck über die Entwicklung des Baugebietes in den letzten Jahren. (Fotos: W.R.) (Fotos anklicken, weiter mit Pfeiltasten)



29.10.2019 08:21 ( 2434 x gelesen )

Kraniche über Pronsfeld

Wer sich am Montagnachmittag in Pronsfeld draußen aufhielt, konnte ein einmaliges Naturspektakel erleben: Tausende Kraniche flogen in zahlreichen V-förmigen  Ketten über unsere Dorfgemarkung  nach Süden. Mit ihren typischen trompetenartigen  Rufen machten die Vögel schon frühzeitig auf sich aufmerksam, noch ehe man sie richtig erspähen konnte. Offensichtlich herrschten am heutigen Tag ideale Flugbedingungen für die Tiere, denn in solch großer Zahl sind sie selten zu beobachten. Bei guten Windverhältnissen bewegen sich die Vögel mit einer Reisegeschwindigkeit von rund 80 km/h (!)  zu ihren Winterquartieren in Südfrankreich, Spanien, Portugal und Nordafrika. Kraniche haben ihre Brutgebiete in Nord- und Osteuropa. Auf ihrem Weg in den Süden legen sie Pausen ein. Große Rastgebiete befinden sich u.a. auf der Insel Rügen, in der Boddenlandschaft an der Ostsee sowie an den Seen in Mecklenburg-Vorpommern. Wenn die Vögel z.B. am Morgen hier starten, überqueren sie am späten Nachmittag unsere Eifel, um weiter Richtung Frankreich zu fliegen, wo sich in der Champagne Kranichrastplätze befinden. (Bei schlechtem Wetter legen die Kraniche manchmal auch in der Eifel eine Flugpause ein.)  Der Zug der Kraniche wird erfahrungsgemäß auch in den nächsten Tagen und Wochen noch weitergehen.(Die Bilder wurden am 28.10.2019 zwischen 16.00 und 17.00 Uhr aufgenommen.W.R.) Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Wer mehr über Kraniche und auch den Vogelzug erfahren will, möge diesem Link folgen: https://www.kraniche.de/de/home-454.html



22.10.2019 22:47 ( 2686 x gelesen )

Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Pronsfeld

Am Samstag, dem 19. Oktober, heulten in Pronsfeld um 16.00 Uhr die Sirenen und kündigten die  diesjährige Abschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr an. Der Einsatzort war praktisch sofort erreicht, da ein Brand in dem nebenan liegenden KiTa-Gebäude angenommen wurde. Erstmals konnten die Kinder der neu gegründeten Jugenfeuerwehr auch bei einer Übung der „Großen“ mitmachen, wobei sie natürlich mit Begeisterung bei der Sache waren. Geleitet wurde die Übung, die vor zahlreichen Zuschauern ablief,  vom Wehrleiter der Pronsfelder Wehr Gerd Gustävel.

Impressionen von der Abschlussübung am 19.Oktober  (Fotos: Ortsbgmstr. Harald Urfels) (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken, weiter mit Pfeiltasten)



10.10.2019 17:06 ( 3079 x gelesen )

Straßenkreuzung mitten in Pronsfeld

Das Foto der Kreuzung von  Hauptstraße und Lünebacher Straße in der Ortsmitte wurde  ca. 1930 aufgenommen. Es zeigt in der Mitte den "Kitschen-Hof" , der, wie ein alte Inschrift über der damaligen Tür bekundet, im Jahr 1791 von Gerardus Spos erbaut wurde.(Spätere Besitzer des Hofes waren die Familien Stolz u. Kockelmann,) Das zugehörige kleinere Gebäude rechts diente als Schmiede und "Backes" (Backhaus). Der Backofen befindet sich unter dem kleinen Dach an der Giebelseite. Rechts im Bild ist die Front des Gasthauses C.F. Chevalier (später Zwicker,heute Pizzeria "Da Mario") zu erkennen. Links von dem Telefonmast (A-Mast) mit  vielen Isolatoren für die Telefondrähte ragt ein Teil der alten Post in das Bild, davor eine Erdbaustelle (Post ?) mit Bodenaushub. Im Hintergrund sieht man den Distrikt "Hungert". An den hellen Stellen im Wald  befanden sich damals Steinbrüche, in denen Steine für den Bau von Häusern und Mauern gebrochen wurden. Das Foto wurde aus dem Obergeschoss eines im Winkel an das Gasthaus angebauten Gebäudeteiles aufgenommen. (Dieser Gebäudeteil wurde im 2.Weltkrieg zerstört und nicht mehr aufgebaut.)  Die Straßen waren noch nicht "geteert".
Die Straßenkreuzung 2019. Der ehemalige Bauernhof wurde  von einem neuen Besitzer zu einem Wohngebäude mit mehreren Wohnungen umgebaut. (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)



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